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16 US-amerikanische Solana-Spot-ETFs: Zulassungen, Gebühren, Ticker, S-1-Anträge

ResearcherLostin auf X
13 Min. Lesezeit

Vielen Dank an 0xIchigo für die Prüfung früherer Versionen dieser Arbeit.

Einführung

Solana Exchange-Traded Funds (ETFs) sind endlich da. Nach Monaten der Spekulation und wachsender Begeisterung hat die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) eine Reihe von Anträgen für Solana-ETFs genehmigt. Gestern feierte der Solana Staking ETF (BSOL) von Bitwise sein Debüt an der NYSE Arca. Mit einem Handelsvolumen von 56 Millionen US-Dollar am ersten Tag führte er alle neuen Produkte an und erzielte den stärksten ETF-Start des Jahres.

Das Zulassungsverfahren für ETFs verzögerte sich nach dem jüngsten Shutdown der US-Regierung, den der Kongress durch das Ausbleiben eines Haushaltsgesetzes ausgelöst hatte. Die daraus folgende Unterbrechung des SEC-Betriebs führte zusammen mit früheren Verzögerungen zu einem Rückstau von mehr als 150 ausstehenden Anträgen für börsengehandelte Kryptoprodukte (ETPs), die 35 digitale Assets abdecken.

Solana ist mit 23 separaten ETF-Anträgen der klare Spitzenreiter. Eric Balchunas von Bloomberg beschrieb dies treffend als einen „Land Rush“.

Die Einführung so vieler Solana-ETFs auf dem US-Markt ist ein Meilenstein für die Integration des Netzwerks in das traditionelle Finanzwesen. Ähnlich wie Digital-Asset-Treasury-Unternehmen (DATs) bilden ETFs wichtige Brücken zwischen dem Blockchain-Ökosystem und konventionellen Kapitalmärkten. Sie erleichtern den Zugang zu SOL, ziehen neue Kapitalzuflüsse an, erweitern die Basis der Inhaber und ermöglichen mehr Anlegern, am Wachstum und langfristigen Wertsteigerungspotenzial des Netzwerks teilzuhaben.

ETF-Grundlagen

Exchange-Traded Funds (ETFs) sind als Fonds strukturierte Anlageinstrumente, die einen Pool zugrunde liegender Assets wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Kryptowährungen halten. Anleger kaufen ETF-Anteile, die einen proportionalen Besitz am Fondsvermögen repräsentieren, statt die Assets direkt zu halten. ETFs unterliegen der Regulierung für Investmentfonds und bieten kostengünstigen, liquiden Marktzugang.

Exchange-Traded Product (ETP) ist ein weiter gefasster Begriff. Er umfasst ETFs sowie Exchange-Traded Notes (ETNs) und Exchange-Traded Commodities (ETCs). ETFs sind eine Unterkategorie von ETPs, die speziell als Fonds strukturiert sind. Kurz gesagt: Alle ETFs sind ETPs, aber nicht alle ETPs sind ETFs.

ETFs erfreuen sich bei Anlegern rasant wachsender Beliebtheit und treiben einen Rekordboom am US-Markt an. Mittlerweile sind mehr als 4.600 börsengehandelte Fonds gelistet – mehr als die Zahl börsennotierter US-Unternehmen. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 starteten 794 neue ETFs, im Schnitt fast drei Fonds pro Tag. Vermögensverwalter dürften bis zum Jahresende mehr als 1.000 neue Produkte auflegen. Insgesamt halten in den USA gelistete ETFs mittlerweile ein Nettovermögen von 12,7 Billionen US-Dollar.

Krypto-ETFs

Im Bereich digitaler Assets ermöglichen Krypto-ETFs Anlegern ein Engagement in Kryptowährungen, ohne sich mit den operativen Herausforderungen der Verwahrung, privaten Schlüsseln oder dem Handel an Kryptobörsen befassen zu müssen. Anleger können ETF-Anteile über klassische Wertpapierdepots kaufen und verkaufen. So erhalten sie in einem vertrauten, regelkonformen Rahmen regulierten Zugang zu Kryptomärkten.

Bitcoin-ETFs

Der Popularitätsschub bei Krypto-ETFs begann im Januar 2024 mit dem Start der ersten in den USA gelisteten Bitcoin-ETFs. Dem Debüt gingen jahrelanger regulatorischer Widerstand und Rechtsstreitigkeiten voraus. Unter dem damaligen Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission (SEC), Gary Gensler, erhielten sie schließlich die Zulassung – während einer Regierung, die der Kryptobranche bestenfalls skeptisch und schlimmstenfalls offen feindselig gegenüberstand.

Seit Januar 2024 haben in den USA gelistete Bitcoin-ETFs kumulierte Zuflüsse von 61,8 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) ist mit 804.944 BTC der klare Marktführer. Laut BlackRock-CEO Larry Fink ist IBIT nicht nur der größte Bitcoin-ETF, sondern auch „der am schnellsten wachsende ETF in der Geschichte der ETFs“.

Ethereum-ETFs

In den USA gelistete Ethereum-ETFs starteten im Juli 2024, verzeichneten im Vergleich zu Bitcoin zunächst aber nur eine begrenzte Nachfrage. Ab Mai 2025 nahm das Interesse deutlich zu (siehe Diagramm unten). Die kumulierten Zuflüsse belaufen sich mittlerweile auf 14,48 Milliarden US-Dollar. BlackRock führt den Markt erneut mit dem iShares Ethereum Trust (ETHA) an. Das Produkt hat sich mit mehr als 4,01 Millionen ETH zum dominierenden Angebot entwickelt.

Der Erfolg der in den USA gelisteten Bitcoin- und Ethereum-ETFs zeigt, wie groß das Interesse traditioneller Anleger an digitalen Assets ist. Jüngste regulatorische Entwicklungen beschleunigen den Trend zu weiteren Krypto-ETFs zusätzlich.

Sachwertbasierte Rücknahme

Im Juli genehmigte die SEC sachwertbasierte Ausgaben und Rücknahmen für Krypto-ETFs. Dadurch können Kryptoinhaber ihr digitales Vermögen in regulierte Fonds übertragen, ohne steuerpflichtige Vorgänge auszulösen. Die Assets werden direkt getauscht, statt gegen Bargeld verkauft zu werden. So können Anleger ihre Kryptobestände unkompliziert in Anlageinstrumente großer Institutionen überführen.

Krypto-ETFs können damit als leicht zugängliche, steuerlich effiziente Brücke zwischen der Krypto- und der traditionellen Finanzwelt dienen. Volatile digitale Assets lassen sich wie gewöhnliche Depotbestände behandeln. Sie können beliehen, als Sicherheit hinterlegt oder im Rahmen der Nachlassplanung übertragen werden.

Allgemeine Listing-Standards

Im September 2025 genehmigte die SEC neue allgemeine Listing-Standards für Spot-ETFs auf Kryptowährungen und Rohstoffe. Damit entfiel eine langjährige regulatorische Hürde für deren Einführung. Nach den neuen Regeln können ETF-Emittenten und Börsen eine Zulassung ohne langwierige Einzelfallprüfung erhalten. Das verkürzt den Prozess von mehr als 240 Tagen auf etwa 75 Tage.

Um sich zu qualifizieren, muss ein geplanter ETF mindestens eines von drei zentralen Kriterien erfüllen: Das zugrunde liegende Asset wird bereits an einem regulierten Markt gehandelt, es gibt seit mindestens sechs Monaten von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regulierte Terminkontrakte darauf oder ein bestehender ETF hält bereits mindestens 40 % seines Vermögens in dieser Kryptowährung. 

Zu den ersten ETFs, die voraussichtlich nach diesen vereinfachten allgemeinen Listing-Regeln starten, gehören Produkte auf Solana.

Staking

Anders als die US-amerikanischen Ethereum-ETFs, die ohne Staking starteten, wird die kommende Welle von Solana-ETFs Staking von Anfang an unterstützen. Ohne Staking entging Anlegern bei Ethereum-ETFs die übliche jährliche Rendite von 2,5–3 %. Damit waren diese Produkte gegenüber dem direkten Halten von ETH oder Investitionen in Digital-Asset-Treasury-Unternehmen im Nachteil.

Einer der Gründe, warum der Ether-ETF weniger erfolgreich war als erwartet, ist, dass unsere Regulierungsbehörden Staking nicht erlaubt haben.

Cathie Wood
Cathie Wood
CEO und CIO von Ark Invest

Diese Dynamik änderte sich im Mai, als die SEC neue Leitlinien veröffentlichte. Darin stellte sie ausdrücklich klar, dass „Protocol Staking Activities in Verbindung mit Protocol Staking weder das Angebot noch den Verkauf von Wertpapieren im Sinne von Section 2(a)(1) des Securities Act von 1933 oder Section 3(a)(10) des Securities Exchange Act von 1934 darstellen“. Damit können Solana-ETFs natives Staking direkt zum Start integrieren. Angesichts der vergleichsweise hohen Staking-Rendite von SOL von 6–7 % ist das besonders relevant.

Das Staking-Modell von Solana ist besonders einfach und ETF-freundlich. Anders als andere Proof-of-Stake-Netzwerke mit langen Unbonding-Zeiträumen, Slashing-Strafen oder komplexen Warteschlangensystemen erlaubt Solana, Stake-Accounts jederzeit zu deaktivieren und die Mittel an der nächsten Epochengrenze abzuheben, also spätestens nach zwei Tagen. Innerhalb einer einzelnen Epoche können zwar höchstens 25 % des gesamten aktiven Stakes aktiviert oder deaktiviert werden, doch selbst in Phasen extremer Volatilität wurde diese Grenze nie annähernd erreicht. Slashing ist auf Solana nicht aktiv. Begrenzte programmatische Mechanismen sind jedoch für eine spätere Einführung geplant.

Das Ökosystem verfügt außerdem über einen robusten Markt für Liquid-Staking-Token (LSTs). Dieser umfasst derzeit 56,8 Millionen SOL und damit 13,1 % aller gestakten Token. Liquid-Staking-Anbieter wie Jito arbeiten bereits mit ETF-Emittenten an LST-gestützten ETFs. Das erweitert den Zugang von Anlegern zu renditetragendem SOL zusätzlich.

Spot- vs. Futures-ETFs

ETFs auf digitale Assets lassen sich üblicherweise in zwei Kategorien einteilen: Spot und Futures.

Spot-ETFs halten die zugrunde liegende Kryptowährung direkt. Ein Solana-Spot-ETF verwahrt beispielsweise SOL-Token bei einer qualifizierten Institution. Jeder Anteil repräsentiert einen proportionalen Anspruch auf diese Bestände. Diese Struktur bietet Anlegern das direkteste und transparenteste Engagement im Marktpreis von Solana. Sie bildet die Spot-Performance abzüglich der Verwaltungsgebühren eng nach.

Futures-ETFs bilden dagegen SOL-Terminkontrakte ab, die an regulierten Börsen wie der Chicago Mercantile Exchange (CME) gelistet sind, statt die Kryptowährung selbst zu halten. Diese Kontrakte müssen regelmäßig abgerechnet oder vor ihrem Ablauf in neue Kontrakte gerollt werden. Dieser Rollvorgang kann einen „Contango“ erzeugen, bei dem Futures über dem Spotpreis gehandelt werden. Die daraus entstehende Rollprämie schmälert die Rendite schrittweise. Der umgekehrte Zustand heißt „Backwardation“ und tritt auf, wenn Futures unter dem Spotpreis gehandelt werden.

Da Spot-ETFs den Preis des Assets direkt abbilden, vermeiden sie diese Rollkosten und korrelieren sauberer mit der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Assets. Für langfristige Anleger sind sie in der Regel effizienter. Futures-ETFs eignen sich dagegen besser für taktische oder kurzfristige Handelsstrategien sowie für Märkte, in denen Spot-ETFs noch nicht zugelassen sind.

Mehrere Solana-Futures-ETFs sind bereits auf dem Markt. Dazu gehören zwei Produkte des in Florida ansässigen Anbieters Volatility Shares: der Volatility Shares Solana ETF (SOLZ) und der zweifach gehebelte Volatility Shares Solana ETF (SOLT). SOLT soll über verwaltete Terminkontrakte die doppelte tägliche Rendite von Solana erzielen. Das Produkt richtet sich an erfahrene Trader, die innerhalb eines regulierten Rahmens ein gehebeltes, kurzfristiges Engagement suchen.

Produkte wie SOLT eignen sich jedoch nicht zum langfristigen Halten. Zinseszinseffekte und der tägliche Reset können über längere Zeiträume zu erheblichen Abweichungen von der angestrebten zweifachen Performance führen.

Solana-ETFs

Mehrere führende traditionelle Finanzinstitute wollen ihren Kunden über ETFs Zugang zu SOL bieten, darunter Bitwise, Fidelity, Grayscale, VanEck und Franklin Templeton. Die beliebteste Börse für ETF-Listings ist die Cboe BZX Exchange, früher als BATS Exchange bekannt. Diese US-Aktienbörse wird von Cboe Global Markets betrieben. Weitere Handelsplätze sind die auf ETFs spezialisierte New York Stock Exchange Arca und die Nasdaq.

Die folgende, von Helius Research zusammengestellte Tabelle fasst die wichtigsten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Details führender US-amerikanischer Solana-ETF-Anträge in alphabetischer Reihenfolge zusammen.

NameTickerBörseTypGebührVerwahrstelleS-1* / Prospekt
21Shares Core Solana ETF—Cboe BZXSpotNoch offenCoinbaseLink
Amplify Solana Monthly Option Income ETF——DerivateNoch offenK. A.Link
Bitwise Solana ETFBSOLNYSE ArcaSpot0,20 %**CoinbaseLink
Canary Marinade Solana ETFSOLCCboe BZXSpot0,50 %BitGoLink
CoinShares Solana ETF—NasdaqSpotNoch offenCoinbase, BitGoLink
Fidelity Solana FundFSOLCboe BZXSpotNoch offen—Link
Franklin Solana ETFSOEZCboe BZXSpotNoch offenCoinbaseLink
Grayscale Solana Trust (Umwandlung)GSOLNYSE ArcaSpot0,35 %CoinbaseLink
Invesco Galaxy Solana ETFQSOLCboe BZXSpotNoch offenCoinbaseLink
Osprey Solana TrustOSOLCboe BZXSpotNoch offenCoinbaseLink
ProShares Ultra Solana ETFSLONNYSE ArcaFutures2,14 %K. A.Link
REX-Osprey, SOL Staking ETFSSKCboe BZXSpot0,75 %Anchorage DigitalLink
VanEck Solana ETFVSOLCboe BZXSpot0,3 %Gemini / CoinbaseLink
VanEck JitoSOL ETF——SpotNoch offen—Link
Volatility Shares Solana ETFSOLZNasdaqFutures0,95 %K. A.Link
Volatility Shares 2x Solana ETFSOLTNasdaqFutures1,85 %K. A.Link

*Ein S-1-Formular ist eine bei der SEC eingereichte Registrierungserklärung. Es enthält detaillierte Informationen zu einem geplanten ETF, darunter seine Struktur, Anlagestrategie, Risiken und Verwaltung. Das Formular ist Teil des Verfahrens zur Zulassung für die Notierung und den Handel an einer öffentlichen Börse.

**Die Gebühr entfällt in den ersten drei Handelsmonaten oder bis der Fonds ein Vermögen von 1 Milliarde US-Dollar erreicht.

Gebühren

Der Markt für Solana-ETFs entwickelt sich zu einem intensiven Wettbewerb. Gebühren werden dabei zum wichtigsten Instrument, um Kapitalzuflüsse anzuziehen. Sponsorgebühren decken die regulären Betriebskosten des Fonds ab, nicht jedoch außergewöhnliche Rechts- oder Regulierungskosten. Sie spielen eine entscheidende Rolle für die Attraktivität bei Anlegern. Eric Balchunas von Bloomberg merkt an: „Niedrige Gebühren haben eine nahezu perfekte Erfolgsbilanz bei der Gewinnung von Anlegern.“

Die üblichen Gebühren für Bitcoin- und Ethereum-ETFs liegen zwischen 0,15 % und 0,25 %. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass Solana-ETFs einer ähnlichen Gebührenstruktur folgen werden. In den letzten Tagen vor einer Zulassung reichen Vermögensverwalter häufig mehrfach geänderte Prospekte ein, senken ihre Gebühren drastisch und kündigen vorübergehende Gebührenbefreiungen an. So versuchen sie, die Konkurrenz auszustechen und sich früh die Marktführerschaft zu sichern. Bitwise hat bereits den Ton vorgegeben: Das Unternehmen senkte seine Sponsorgebühr aggressiv auf 0,20 % und verzichtet in den ersten drei Handelsmonaten oder bis zu einem Fondsvermögen von 1 Milliarde US-Dollar vollständig auf Gebühren – je nachdem, was zuerst eintritt.

BlackRock

Auf der Liste der Antragsteller für Solana-ETFs fehlt auffällig der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock. Trotz anhaltender Spekulationen erklärte BlackRock im August, derzeit keine Pläne für die Einführung eines Solana-Spot-ETFs zu haben. Angesichts des dominanten Marktanteils von mehr als 50 % bei Bitcoin- und Ethereum-ETFs sorgt die Abwesenheit des Unternehmens im Solana-Wettbewerb für eine deutlich andere Dynamik. Andere Emittenten können sich früh an die Spitze setzen und die Richtung des Marktes bestimmen. Zu den Favoriten auf den ersten Platz zählen Bitwise, Fidelity und Grayscale. 

Solana-ETFs auf dem europäischen Markt

Solana-ETFs auf internationalen Märkten geben einen ersten Eindruck von der potenziellen Nachfrage nach US-amerikanischen Listings. In Europa haben Solana-Staking-ETPs bereits ein verwaltetes Vermögen (AUM) in Milliardenhöhe angezogen. Das zeigt das starke Interesse der Anleger am Wachstum des Netzwerks. Zum Vergleich: Der US-amerikanische ETF-Markt ist etwa fünfmal so groß wie der EU-Markt.

21Shares Solana Staking ETP (ASOL)

ASOL startete im Juni 2021, etwas mehr als ein Jahr nach dem Mainnet-Debüt von Solana, und wird an großen europäischen Börsen in der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden und Frankreich gehandelt. Stand September 2025 verwaltet das Produkt ein Vermögen von 1,447 Milliarden US-Dollar.

CoinShares Physical Solana Staked ETP (SLNC)

SLNC wurde im März 2022 eingeführt und bietet Anlegern direkten Zugang zu SOL einschließlich Staking-Rendite. Das Produkt ist an der SIX Swiss Exchange sowie bei Xetra und gettex in Deutschland gelistet und verwaltet ein Vermögen von 952,54 Millionen US-Dollar.

Bitwise Solana Staking ETP (BSOL)

BSOL ist ein neueres Produkt. Es startete im Februar 2024, bildet SOL ab und integriert Staking-Rewards. Das an Xetra und der SIX Swiss Exchange gelistete Produkt ist auf ein verwaltetes Vermögen von 101,4 Millionen US-Dollar gewachsen. Allein im September verzeichnete es Zuflüsse von 60 Millionen US-Dollar.

Weitere internationale Märkte

Kanada hat sich mit mehreren verfügbaren Spot-ETFs als früher Vorreiter bei regulierten Solana-Anlageprodukten etabliert. Dazu gehören der Purpose Solana ETF (SOLL.U), der 3iQ Solana Staking ETF (SOLQ.U), der CI Galaxy Solana ETF (SOLX.U) und der Evolve Solana ETF (SOLA.U). Sie bieten jeweils direkten Zugang zu SOL statt zu Derivaten. Mehrere dieser Produkte integrieren Staking.

In Asien hat die Hong Kong Securities and Futures Commission (SFC) unterdessen offiziell einen von ChinaAMC emittierten Solana-Spot-ETF genehmigt, der an der OSL Exchange gelistet werden soll. Dies ist eine der ersten regulatorischen Zulassungen eines Solana-ETFs in der Region und unterstreicht Hongkongs Ziel, sich als globales Zentrum für Innovationen bei digitalen Assets zu etablieren.

Fazit

Der Wettbewerb um Anlegerkapital zwischen Digital-Asset-Treasury-Unternehmen (DATs) und ETFs ist besonders interessant. Beide bieten Anlegern ohne direkten Kryptobezug über klassische Wertpapierdepots einen einfachen Zugang zum Wertsteigerungspotenzial von Solana. DATs verfolgen aktive, umsetzungsorientierte Strategien, die einfaches Staking übertreffen sollen. ETFs bieten dagegen eine risikoärmere und kostengünstigere Alternative, die die Performance von SOL selbst enger abbildet.

Da die beliebte Handelsplattform von Fidelity kürzlich ebenfalls Solana unterstützt, erhalten Millionen Privatanleger erstmals Zugang zur Kryptowährung. Kurz gesagt: Anleger hatten noch nie mehr Möglichkeiten, in SOL zu investieren.

Weitere Ressourcen

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