
Solana Passkeys: Die Zukunft der Krypto-Wallet-UX
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Solana-Apps brauchen ein schnelles, sicheres und natives Onboarding für Krypto-Wallets. Phantom ist hier führend, doch Nutzer müssen weiterhin Seed-Phrasen verwalten.
Passkeys ändern das.
Basierend auf dem WebAuthn-Standard und dem FIDO2-Protokoll ermöglichen Passkeys die biometrische oder hardwarebasierte Anmeldung (z. B. Face ID, Touch ID, Windows Hello, YubiKeys usw.), ohne private Schlüssel zu speichern oder offenzulegen.
Passkeys ersetzen herkömmliche Passwörter durch ein kryptografisches Schlüsselpaar. Der private Schlüssel bleibt dabei in einem sicheren Hardwaremodul auf dem Gerät des Nutzers, während nur der öffentliche Schlüssel geteilt wird.
Die meisten Apps ersetzen Passwörter mithilfe von Passkeys durch passwortlose Authentifizierung. Para nutzt sie anders: zur kryptografischen Autorisierung von Wallet-Sitzungen.
Keine Passwörter. Keine Seed-Phrasen. Nur kryptografischer Zugriff, der direkt in das Gerät des Nutzers integriert ist und die Bedienung vereinfacht.
Warum sind Passkeys für die Solana-Wallet-UX wichtig?
Reibungsloses Krypto-Onboarding war noch nie so wichtig.
Mobile Solana-Apps, die Entwickleraktivität und das Stablecoin-Volumen wachsen rasant. Passkey-Unterstützung macht Onchain-Transaktionen für neue Nutzer einfacher und sicherer.
In Kombination mit Paras eingebettetem Wallet-SDK ermöglichen Passkeys:
- Sofortiges Onboarding: keine Installationen oder Seed-Phrasen
- Dauerhafte Sitzungen: Nutzer bleiben über Besuche und Geräte hinweg verbunden
- Sichere Schlüsselverwaltung: Schlüssel bleiben an das Gerät gebunden und sind phishingresistent
Solana-Passkey-Unterstützung und SIMD-0075
Die meisten WebAuthn-Authentifizierungen verwenden standardmäßig die P-256-Kurve (secp256r1), eine weitverbreitete elliptische Kurve, die auf umfassende Kompatibilität mit Browsern und Geräten ausgelegt ist. Die P-256-Kurve eignet sich hervorragend für allgemeine Webanmeldungen, aber nicht für Solana. Denn Solana verwendet eine andere elliptische Kurve: Ed25519 (basierend auf Curve25519). Sie ist für schnelle, deterministische Signaturen und die Validierung mit hohem Durchsatz über SIMD-Anweisungen (Single Instruction, Multiple Data) optimiert.
Diese Diskrepanz ist entscheidend: P‑256 und Ed25519 sind nicht direkt kompatibel.
WebAuthn-Passkeys können derzeit keine Ed25519-Signaturen erzeugen. Browser stellen außerdem keine APIs für Ed25519-Signaturen über sichere Enklaven bereit. Daher können Passkeys Solana-Transaktionen nicht direkt signieren.
Diese Lücke machte die Passkey-Unterstützung auf Solana zu einer technischen Herausforderung. SIMD-0075 (im Mai 2024 genehmigt) bestätigte Ed25519 erneut als bevorzugte Kurve von Solana. Als Vorteile wurden unter anderem deterministisches Signieren (kein Nonce-Risiko), SIMD-Vektorisierung und die Interoperabilität im Ökosystem genannt.
Im Juni 2025 führte Solana über einen neuen Precompile die native Onchain-Verifizierung von secp256r1-Signaturen (P-256) ein. Dadurch können Apps Passkey-Signaturen onchain verifizieren, etwa um Benutzeranmeldungen oder Identitätsnachweise zu bestätigen.
Solana-Transaktionen benötigen jedoch weiterhin Ed25519-Signaturen, die WebAuthn-Passkeys nicht erzeugen können. Passkeys allein reichen daher weiterhin nicht zum Signieren auf Wallet-Ebene aus.
Hier kommt Paras Infrastruktur ins Spiel:
Anstatt Transaktionen mit Passkeys zu signieren, nutzt Para sie als Autorisierungsmechanismus. Der Passkey entsperrt eine Sitzung mit begrenztem Berechtigungsumfang, die Zugriff auf einen Ed25519-kompatiblen Signaturschlüssel gewährt. Dieser wird von Paras MPC-Infrastruktur (Multi-Party Computation) verwaltet.
Dieses Design umgeht die Diskrepanz zwischen den Kurven und bietet zugleich:
- Volle Solana-Kompatibilität
- Schnelles, natives Onboarding mit Passkeys
- Sichere Selbstverwahrung und MPC-basierte Schlüsselverwaltung
Para Passkeys: Autorisierung statt nur Authentifizierung
Para führte 2023 die Passkey-basierte Sitzungsautorisierung ein. Sie ist ein zentraler Bestandteil des eingebetteten Wallet-SDKs.
Para betrachtet Passkeys nicht nur als Anmeldemethode, sondern nutzt sie zur sicheren Steuerung des Zugriffs auf Wallet-Vorgänge.
In Paras SDK werden Passkeys verwendet, um Wallet-Sitzungen zu autorisieren, nachdem sich der Nutzer über OAuth, E-Mail und Passwort oder eine andere Methode angemeldet hat. Diese klare Trennung der Zuständigkeiten – Authentifizierung für die Identität, Passkeys für den Wallet-Zugriff – schafft eine sicherere Grundlage für eingebettete Para-Wallets.
Was passiert, wenn ein neuer Passkey bei Para registriert wird?
Der Client (Browser oder Anmeldedatenverwaltung des Betriebssystems) erstellt ein Schlüsselpaar:
- Der private Schlüssel wird in der sicheren Enklave des Geräts gespeichert (z. B. TPM, Secure Enclave oder Android Keystore)
- Der öffentliche Schlüssel und die Metadaten der Anmeldedaten werden an den Server gesendet
Die Metadaten der Passkey-Anmeldedaten umfassen:
- Anmeldedaten-ID (eindeutig für jeden Passkey)
- Challenge-Nonce
- RP-ID (die Domain deiner App)
- Kryptografischer Algorithmus (normalerweise P-256)
Was passiert, wenn eine neue Wallet erstellt wird?
Wenn ein Nutzer mit Para eine Wallet erstellt, wird ein Passkey registriert und mit seinem Gerät verknüpft. Konkret führt er folgende Schritte aus:
- Signiert eine Autorisierungs-Challenge
- Bestätigt, dass der Nutzer das Gerät und die Wallet kontrolliert
- Richtet eine signierte, dauerhafte Sitzung mit begrenztem Berechtigungsumfang ein
Diese Sitzung entsperrt anschließend sensible Vorgänge wie:
- Transaktionen senden
- Auf verschlüsselte, sitzungsgebundene Schlüssel zugreifen
- Interaktionen mit Smart Contracts genehmigen
Hier wird Paras Ansatz entscheidend:
Der Passkey selbst wird nicht direkt zum Signieren von Solana-Transaktionen verwendet, da diese Ed25519 erfordern.
Stattdessen nutzt das Para-Wallet-SDK den Passkey als Autorisierungsmechanismus, um eine Sitzung zu entsperren. Diese gewährt dann begrenzten Zugriff auf den Solana-kompatiblen Ed25519-Signaturschlüssel, den die eingebettete Wallet verwendet.
Dieser Signaturschlüssel befindet sich in Paras sicherer MPC-basierter Schlüsselinfrastruktur, die mit den Signaturanforderungen von Solana kompatibel ist.
Effektiv autorisiert der Passkey, während der Wallet-Schlüssel die Signatur ausführt. Dies ermöglicht sensible Vorgänge wie das Senden von Transaktionen, den Zugriff auf verschlüsselte Schlüssel und die Genehmigung von Interaktionen mit Smart Contracts.
Durch die Trennung von Identität und Signaturberechtigung stellt Para sicher, dass selbst kritische Aktionen durch kryptografische Autorisierung geschützt sind und nicht nur durch eine Benutzeranmeldung.
Para Passkeys gehen noch weiter: Wallets lassen sich damit direkt in Apps einbetten, ohne Browsererweiterungen oder Wiederherstellungsphrasen.
Warum sind Passkeys für Solana-Entwickler wichtig?
Für Solana-Entwickler bieten Para Passkeys folgende Vorteile:
- Höhere Conversion beim Onboarding, da Wallets in deine App eingebettet sind
- Kein Risiko, private Schlüssel oder Seed-Phrasen zu verlieren
- Bessere UX und Sicherheit bei nativer Solana-Kompatibilität
Passkeys sind bereits in Apps wie Xelio im Einsatz. Dort ermöglichen sie Nutzern ein völlig reibungsloses Onboarding per SMS in eingebettete Wallets.
Auch andere Projekte wie die SWIG Smart Wallet setzen auf Passkey-basierte Abläufe für ein sicheres, App-natives Onboarding.
Je mehr Apps eingebettete Wallets mit Passkey-basiertem Zugriff einsetzen, desto näher kommen wir einer universellen Wallet-UX-Ebene, auf der Nutzer ihre Identität und Signaturberechtigung nahtlos zwischen Apps, Geräten und Sitzungen mitnehmen. Das ist besonders in Ökosystemen wie Solana wichtig, in denen Komponierbarkeit und die Verkettung von Apps zur Norm werden.
So fügst du Solana-Apps Passkeys hinzu
Mit Paras Wallet-SDK integrierst du Passkey-basierte Wallets in weniger als fünf Minuten in deine Solana-App.
So funktioniert es Schritt für Schritt:
Voraussetzungen
Hole dir zuerst deinen Para-API-Schlüssel aus dem Para Developer Portal.
Erstelle anschließend im Stammverzeichnis des Projekts eine env.local-Datei und füge deinen Schlüssel hinzu:
NEXT_PUBLIC_PARA_API_KEY=your_para_api_key_here
Wenn du nicht Next.js verwendest, passe die Konfiguration an dein Framework an:
- Verwende für Vite
VITE_PARA_API_KEY - Verweise für Node.js auf
process.env.PARA_API_KEY
1. Initialisiere eine Sitzung mit dem Para SDK
Umschließe deine App zunächst mit ParaProvider und konfiguriere das Para SDK im Frontend. So bereitest du die eingebettete Wallet-Umgebung vor und kannst Benutzersitzungen erstellen oder wiederherstellen.
<ParaProvider
paraClientConfig={{
env: Environment.BETA, // or Environment.PROD
apiKey: YOUR_API_KEY,
}}
externalWalletConfig={{
appName: YOUR_APP_NAME,
wallets: ["PHANTOM","GLOW","BACKPACK"],
walletConnect: { projectId: YOUR_WALLET_CONNECT_PROJECT_ID },
solanaConnector: {
config: {
endpoint: ENDPOINT_FOR_SOLANA_CONNECTION,
chain: SOLANA_CHAIN,
},
},
}}
paraModalConfig={{
oAuthMethods: ["GOOGLE","TWITTER","TELEGRAM"]
authLayout: ["AUTH:FULL","EXTERNAL:FULL"]
recoverySecretStepEnabled: true
onRampTestMode: true
}}
>
{REST_OF_APP}
</ParaProvider>2. Signiere und sende Transaktionen mit Helius
Sobald die Sitzung aktiv ist, kannst du Solana-Transaktionen über Paras SDK und Helius signieren und senden. Dieser Signer stellt die standardmäßige signTransaction-Methode aus dem JavaScript-SDK @solana/kit bereit.
const connection = new Connection(HELIUS_RPC_URL);
const solanaSigner = new ParaSolanaWeb3Signer(para, Connection);
const tx = new Transaction().add(...);
const signedTx = await solanaSigner.signTransaction(transaction);
await connection.sendRawTransaction(signedTx.serialize());Mit Para erhältst du die UX von Passkeys und natives Solana-Signieren onchain, ohne private Schlüssel offenzulegen oder Browsererweiterungen vorauszusetzen.
Fazit
Solana erreicht den Mainstream.
Passkeys, biometrisches Signieren und passwortlose Authentifizierung senken die Hürden beim Onboarding und bringen mehr Menschen onchain.
Füge deiner Solana-App mit Paras SDK in fünf Minuten Passkey-Unterstützung hinzu.
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